Übungen mit Hanteln: Dein Trainingsleitfaden 2026

Übungen mit Hanteln: Dein Trainingsleitfaden 2026
Übungen mit Hanteln: Dein Trainingsleitfaden 2026

Du sitzt vielleicht gerade auf dem Sofa, scrollst durch Trainingsideen und denkst: Eigentlich würde ich gern etwas für meinen Körper tun. Aber bitte ohne komplizierte Geräte, ohne Fitnessstudio und ohne das Gefühl, alles falsch zu machen.

Genau dafür sind Übungen mit Hanteln so gut. Du brauchst wenig Platz, kannst direkt zu Hause starten und bekommst trotzdem ein Training, das sich stark, klar und alltagstauglich anfühlt. Nicht als Strafe. Sondern als Form von Selbstfürsorge, bei der du dich nach dem Training aufrechter, wacher und wohler in deinem Körper fühlst.

Warum Hanteltraining dein perfekter Start ist

Vielleicht kennst du diesen Punkt: Du willst trainieren, aber dein Alltag ist voll. Arbeit, Termine, Haushalt, vielleicht Familie. Dann wirkt ein grosses Trainingsprogramm schnell wie noch eine zusätzliche Pflicht.

Hanteltraining löst genau dieses Problem. Du brauchst keine komplizierte Infrastruktur. Zwei Hanteln, ein sicherer Platz im Wohnzimmer und ein klarer Plan reichen oft schon aus, um sinnvoll zu trainieren.

In der Schweiz passt das besonders gut in den Alltag. Laut dem Bundesamt für Statistik treiben rund 75 % der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren mindestens einmal pro Woche Sport. Das zeigt, wie normal regelmässige Bewegung hier bereits ist. Gerade kurze, gut planbare Einheiten passen deshalb hervorragend in den Alltag vieler Menschen. Die Angabe findest du in der Einordnung zum Sportmonitor Schweiz und Hanteltraining im Alltag.

Was das für dich bedeutet: Du musst nicht auf den perfekten Moment warten. Du kannst mit einer einfachen Routine anfangen und sie in dein Leben einbauen, statt dein Leben komplett umzustellen.

Warum Hanteln für Einsteiger so angenehm sind

Hanteln sind direkt, ehrlich und vielseitig. Du merkst schnell, welche Muskeln arbeiten, und du lernst deinen Körper besser kennen. Das ist ein grosser Vorteil, wenn du noch nicht viele Trainingserfahrungen hast.

Besonders hilfreich ist:

  • Wenig Platzbedarf: Ein kleiner freier Bereich reicht meistens.
  • Klare Bewegungen: Du kannst Grundübungen leicht lernen und wiederholen.
  • Flexibles Training: Beine, Rücken, Brust, Schultern und Arme lassen sich mit demselben Werkzeug trainieren.
  • Gutes Körpergefühl: Du arbeitest nicht nur an Muskeln, sondern auch an Haltung, Stabilität und Körperspannung.

Übungen mit Hanteln sind oft der beste Einstieg, weil sie einfach wirken, aber sehr viel Trainingsnutzen in sich tragen.

Es geht nicht nur um Muskelaufbau

Viele starten mit Hanteln, weil sie stärker oder definierter werden möchten. Das ist völlig okay. Aber oft passiert noch mehr.

Du bewegst dich bewusster. Du stehst gerader. Du hebst Einkäufe, Kisten oder Rucksäcke souveräner. Und du entwickelst ein Gefühl dafür, dass dein Körper kein Projekt ist, das repariert werden muss, sondern etwas, das gepflegt und trainiert werden darf.

Genau deshalb sind Übungen mit Hanteln für viele Männer in der Schweiz so passend. Sie sind effizient, praktisch und geben dir schnell das gute Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles für dich gemacht zu haben.

Die Grundlagen für dein erfolgreiches Hanteltraining

Montagabend in der Wohnung. Die Einkaufstasche ist abgestellt, das Handy liegt stumm auf dem Tisch, und jetzt sollen die Hanteln zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Genau in diesem Moment entscheiden die Grundlagen darüber, ob sich Training gut und sicher anfühlt oder hektisch und unsauber.

Die Grundlagen für dein erfolgreiches Hanteltraining

Du brauchst dafür keine komplizierten Regeln. Ein paar saubere Prinzipien reichen. Sie geben dir Stabilität, schonen deine Gelenke und machen aus dem Training eine Form von Selbstfürsorge, die gut in einen normalen Schweizer Alltag passt.

So wählst du das richtige Gewicht

Die richtige Hantel fühlt sich fordernd an, aber nie chaotisch. Du solltest jede Wiederholung steuern können, so wie du auch eine volle Einkaufstasche kontrolliert trägst und nicht mit Schwung hochreisst.

Eine einfache Orientierung hilft: Das Gewicht passt, wenn die letzten Wiederholungen anstrengend werden, deine Haltung aber sauber bleibt. Sobald du ausweichst, die Schultern hochziehst oder den Rücken verdrehst, ist die Hantel im Moment zu schwer.

Achte auf diese drei Signale:

  • Zu schwer: Du verlierst Körperspannung, arbeitest ruckartig oder hältst die Bewegung nicht mehr sauber.
  • Zu leicht: Du könntest noch lange weitermachen, ohne die beanspruchten Muskeln deutlich zu spüren.
  • Passend: Du arbeitest konzentriert, atmest ruhig und führst jede Wiederholung kontrolliert aus.

Für den Start gilt: lieber etwas leichter beginnen und Technik lernen. Kraft kommt schnell genug. Saubere Bewegungen sind die Basis, auf der später alles aufbaut.

Das Aufwärmen gehört fest dazu

Dein Körper braucht einen kurzen Übergang vom Alltag ins Training. Nach langem Sitzen, Pendeln oder Stehen sind Gelenke und Muskulatur oft noch nicht bereit für belastete Bewegungen. Ein gutes Warm-up wirkt wie das langsame Hochfahren eines Motors. Erst dann läuft alles runder.

Der American Council on Exercise empfiehlt vor dem Krafttraining ein kurzes, dynamisches Aufwärmen, das Puls, Beweglichkeit und Gelenkvorbereitung verbessert. Eine praktische Übersicht dazu findest du beim American Council on Exercise zum richtigen Warm-up vor dem Workout.

Du musst dafür kein eigenes Programm bauen. Nimm dir ein paar Minuten und bereite genau die Bereiche vor, die gleich arbeiten sollen.

Gut geeignet sind:

  • Kniebeugen ohne Gewicht, langsam und sauber
  • Armkreisen und Schulterkreisen, ohne Hektik
  • Hüfte mobilisieren im Stand, damit Becken und unterer Rücken freier arbeiten
  • Gehen auf der Stelle oder lockeres Marschieren, um den Kreislauf in Gang zu bringen

Wenn du merkst, dass dir in Übungen oft Stabilität fehlt, kannst du vor dem Training auch die Bird-Dog-Übung für mehr Körperspannung und Kontrolle einbauen. Sie hilft dir, den Rumpf bewusster anzusteuern, ohne dich zu ermüden.

Ein guter Test ist einfach: Du fühlst dich wacher, beweglicher und die ersten Probewiederholungen laufen flüssig. Dann bist du bereit.

Deine Trainingsumgebung zu Hause

Auch dein Raum trainiert mit. Wenn der Boden rutschig ist, eine Stuhlkante im Weg steht oder du zwischen Kabeln ausweichst, leidet fast immer die Ausführung.

Schaffe dir deshalb eine kleine, klare Trainingszone. Das muss kein Home-Gym sein. Ein freier Bereich, in dem du die Arme ausstrecken und einen Ausfallschritt machen kannst, reicht oft schon. Je weniger Ablenkung um dich herum liegt, desto leichter bleibst du bei Atmung, Haltung und Bewegung.

Diese Details machen es angenehmer und sicherer:

  • Fester Stand: Trainiere auf einem stabilen Untergrund und nicht auf glatten Socken.
  • Bequeme Kleidung: Sie soll Bewegung zulassen und nicht ständig verrutschen.
  • Wasser griffbereit: So musst du nicht mitten im Satz suchen gehen.
  • Spiegel oder Handy-Kamera: Damit erkennst du früh, ob Rücken, Knie und Schultern sauber arbeiten.

Kleine Vorbereitung, grosse Wirkung. Genau so wird Hanteltraining zu einer Routine, die nicht nur Muskeln stärkt, sondern dir nach einem langen Tag auch das gute Gefühl gibt, auf deinen Körper geachtet zu haben.

Die wichtigsten Übungen mit Hanteln im Detail

Wenn du mit Übungen mit Hanteln startest, brauchst du keine riesige Übungssammlung. Ein paar gute Grundbewegungen reichen. Sie trainieren mehrere Muskelgruppen gleichzeitig und geben dir schnell Sicherheit.

Die wichtigsten Übungen mit Hanteln im Detail

Kniebeugen mit Hanteln

Die Kniebeuge ist eine starke Basisübung für Beine, Gesäss und Rumpf. Du hältst die Hanteln seitlich am Körper oder vor den Schultern. Stell dich etwa schulterbreit hin, zieh den Bauch leicht fest und halte den Brustkorb ruhig.

So führst du sie aus:

  1. Stell die Füsse stabil auf.
  2. Schieb die Hüfte nach hinten und beuge gleichzeitig die Knie.
  3. Senk dich kontrolliert ab, so weit du mit geradem Rücken sauber kommst.
  4. Drück dich über die Füsse wieder nach oben.
  5. Atme beim Hochkommen aus.

Du solltest vor allem Beine und Gesäss arbeiten spüren. Im Bauchbereich darfst du Spannung wahrnehmen, weil der Rumpf stabilisiert.

Häufige Fehler: Rundrücken, nach innen fallende Knie und hastiges Hochfedern.

Rudern mit Hanteln

Rudern stärkt Rücken, hintere Schulter und Arme. Es hilft dir ausserdem, eine bessere Haltung aufzubauen. Für viele ist das besonders wertvoll, wenn sie viel sitzen.

Stell dich leicht in die Knie, neige den Oberkörper kontrolliert nach vorn und halte den Rücken lang. Dann ziehst du die Hanteln eng am Körper nach oben.

Wichtig dabei:

  • Zieh mit dem Rücken: Nicht nur mit den Händen.
  • Lass den Nacken lang: Blick eher schräg zum Boden.
  • Keine Hektik: Hochziehen und absenken bleiben kontrolliert.

Wenn du oben kurz Spannung im oberen Rücken spürst, machst du viel richtig.

Kurzhantel-Bankdrücken oder Floor Press

Wenn du keine Bank hast, ist die Floor Press am Boden eine sehr gute Alternative. Du trainierst Brust, Schultern und Trizeps. Leg dich auf den Rücken, stell die Füsse auf und halte die Hanteln etwa auf Brusthöhe.

Dann drückst du sie nach oben, bis die Arme fast gestreckt sind, und senkst sie kontrolliert wieder ab. Atme beim Drücken aus.

Achte darauf, dass:

  • die Schultern nicht zu den Ohren hochziehen
  • die Hanteln ruhig geführt werden
  • du nicht ins Hohlkreuz drückst

Viele Anfänger verlieren hier die Spannung im Oberkörper. Denk deshalb an einen festen Rücken und eine stabile Körpermitte.

Für einen visuellen Eindruck kann dir dieses Video helfen:

Schulterdrücken

Diese Übung trainiert vor allem Schultern und Trizeps. Du kannst sie im Stand oder aufrecht sitzend machen. Halte die Hanteln auf Schulterhöhe und drück sie kontrolliert nach oben.

Worauf du achten solltest:

  • Bauch fest: Damit du nicht ins Hohlkreuz fällst.
  • Saubere Linie: Die Hanteln gehen kontrolliert nach oben und wieder nach unten.
  • Schultern bleiben ruhig: Nicht hochziehen, nicht verdrehen.

Wenn du beim Schulterdrücken den unteren Rücken stark spürst, ist meist nicht die Übung das Problem, sondern fehlende Rumpfspannung oder zu viel Gewicht.

Bizeps-Curls

Bizeps-Curls sind einfach, aber sie werden oft schlampig ausgeführt. Stell dich aufrecht hin, Ellbogen dicht am Körper, Handflächen nach vorn oder neutral. Dann beugst du die Arme und senkst die Hanteln langsam wieder ab.

Die wichtigste Regel hier: Kein Schwung. Wenn dein Oberkörper mitschaukelt, arbeitet nicht mehr der Bizeps sauber, sondern du trickst dich selbst aus.

Einarmige Varianten für mehr Balance

Ein spannender Vorteil von Hanteln ist das unilaterale Training, also das Trainieren einer Seite nach der anderen. Das ist nicht nur abwechslungsreich, sondern oft sehr sinnvoll. Laut einer Einordnung zu Hanteltraining und funktioneller Kraft haben die meisten Menschen eine dominante Körperhälfte. Einarmige Hantelübungen können dabei helfen, Dysbalancen auszugleichen, den Rumpf stärker einzubinden und alltagsnahe Kraft aufzubauen. Das wird im Beitrag zu einarmigen Hantelübungen und funktioneller Kraft beschrieben.

Sehr gut geeignet sind:

  • Einarmiges Rudern
  • Einarmiges Schulterdrücken
  • Einseitiges Tragen einer Hantel im Stand oder Gehen
  • Ausfallschritte mit Hantel auf nur einer Seite

Gerade wenn du merkst, dass eine Seite sicherer oder kräftiger arbeitet als die andere, sind solche Varianten Gold wert.

Eine einfache Reihenfolge für deine erste Einheit

Wenn du unsicher bist, nimm diese Reihenfolge:

Übung Fokus
Kniebeugen mit Hanteln Beine und Gesäss
Rudern mit Hanteln Rücken
Floor Press Brust und Trizeps
Schulterdrücken Schultern
Bizeps-Curls Arme

So bleibt dein Training übersichtlich. Und genau das ist am Anfang ein Vorteil.

Häufige Fehler und wie du sie souverän vermeidest

Du kommst nach einem langen Arbeitstag nach Hause, willst noch etwas für dich tun, greifst zu den Hanteln und gibst direkt Vollgas. Genau in solchen Momenten passieren die typischen Fehler. Nicht weil du unmotiviert bist, sondern weil dein Körper klare Signale sendet und du sie erst lernen musst zu lesen.

Häufige Fehler und wie du sie souverän vermeidest

Hanteltraining soll dir guttun. Es soll dich stärker machen, aufrechter, belastbarer und im Alltag sicherer. Gerade im Schweizer Alltag mit viel Sitzen, Pendeln, Einkäufen tragen und wenig freier Zeit lohnt sich ein ruhiger, sauberer Start mehr als ein heroischer erster Versuch.

Der häufigste Fehler beginnt im Kopf

Viele Einsteiger setzen Gewicht mit Fortschritt gleich. In der Praxis zählt aber etwas anderes. Eine kontrollierte Wiederholung bringt dich weiter als eine hektische, bei der Rücken, Schultern und Schwung die Arbeit übernehmen.

Du kannst dir das wie Autofahren auf nasser Strasse vorstellen. Mehr Tempo macht die Fahrt nicht besser, wenn dir dabei die Kontrolle fehlt. Beim Hanteltraining ist es genauso. Erst kommt die Kontrolle, dann kommt das Gewicht.

Als einfache Orientierung gilt für Anfänger oft ein Rahmen, bei dem du mehrere saubere Wiederholungen schaffst und zwischen den Sätzen kurz durchatmen kannst. Wenn die letzten Wiederholungen anstrengend sind, du deine Haltung aber noch halten kannst, passt die Belastung meist deutlich besser als bei einem Gewicht, das dich schon ab der ersten Wiederholung verzieht.

Vier Fehler, die du sofort erkennen kannst

  • Zu schwer gestartet: Du weichst aus, ziehst die Schultern hoch oder kippst ins Hohlkreuz.
  • Zu schnell trainiert: Die Hantel fällt fast nach unten, statt dass du sie bewusst führst.
  • Pausen übersprungen: Der nächste Satz beginnt, obwohl Atmung und Körperspannung noch chaotisch sind.
  • Rumpf nicht aktiv: Arme und Beine arbeiten, aber die Körpermitte hält nicht stabil dagegen.

Ein guter Satz fühlt sich konzentriert an, nicht wild.

So vermeidest du die Fehler ganz praktisch

Nimm vor jeder Übung zwei Sekunden, um dich einzurichten. Füsse stabil. Bauch leicht anspannen. Brustbein aufrichten. Schultern weg von den Ohren. Diese kleine Vorbereitung wirkt wie das Schliessen eines Reissverschlusses in der Körpermitte. Sie gibt dir Halt, bevor sich die Hantel bewegt.

Dann prüfst du während der Ausführung drei Dinge:

  1. Kann ich die Hantel in beide Richtungen kontrollieren? Heben und Senken sollen gleich bewusst aussehen.
  2. Bleibt meine Haltung ruhig? Ein ruhiger Oberkörper ist oft das beste Zeichen für passendes Gewicht.
  3. Atme ich weiter? Wer die Luft anhält und presst, arbeitet oft schon über der sauberen Belastung.

Wenn du unsicher bist, filme einen Satz kurz mit dem Handy. Das ist keine Eitelkeit, sondern ein ehrlicher Spiegel. Du erkennst schnell, ob du stabil arbeitest oder ob dein Körper irgendwo ausweicht.

Sicherheit vor Ehrgeiz

Besonders am Anfang hilft dir eine einfache Regel: Hör auf, sobald die Technik sichtbar kippt. Nicht erst, wenn gar nichts mehr geht. So schützt du Gelenke, lernst Bewegungen sauber und gehst mit einem guten Gefühl aus dem Training statt mit gereiztem Rücken oder verspannter Schulter.

Genau das ist auch Selbstfürsorge. Du trainierst nicht, um dich fertigzumachen. Du trainierst, damit du dich im Alltag kräftiger, ausgeglichener und wohler fühlst. Wer so an Hanteltraining herangeht, bleibt oft länger dran und baut Schritt für Schritt eine verlässliche Basis auf.

Dein Trainingsplan für zu Hause von Anfänger bis Profi

Ein guter Trainingsplan muss nicht kompliziert sein. Er muss zu deinem Alltag passen, klar strukturiert sein und dir genug Wiederholung geben, damit du sicherer wirst.

Für effektives Krafttraining werden 2–3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen pro Übung empfohlen. Gleichzeitig raten die WHO und Schweizer Gesundheitsorganisationen wie das BASPO zu mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche. Diese Einordnung findest du im Beitrag über Hanteltraining und gesundheitliche Empfehlungen.

So wählst du dein Level

Nimm den Plan, der ehrlich zu deinem Stand passt.

  • Anfänger: Du lernst die Bewegungen gerade erst.
  • Fortgeschritten: Du kennst die Grundübungen und kannst sie stabil ausführen.
  • Ambitioniert: Du willst mehr Variation, mehr Körperspannung und mehr Herausforderung.

Hantel-Trainingspläne für jedes Level

Level Häufigkeit/Woche Fokus Übungen (Beispiele) Sätze x Wiederholungen Pause
Anfänger 2 Einheiten Technik und Ganzkörperbasis Kniebeugen mit Hanteln, Rudern, Floor Press, Schulterdrücken, Bizeps-Curls 2 x 10–15 60–90 Sekunden
Fortgeschritten 2 Einheiten Mehr Stabilität und saubere Belastung Kniebeugen, einarmiges Rudern, Floor Press, Schulterdrücken, Ausfallschritte 2–3 x 10–15 60–90 Sekunden
Ambitioniert 2 oder mehr Einheiten Unilaterale Kontrolle und dichteres Ganzkörpertraining Kniebeugen, einarmiges Rudern, einarmiges Schulterdrücken, Ausfallschritte, Curls 2–3 x 10–15 60–90 Sekunden

Beispiel für einen Anfängerplan

Wenn du ganz neu startest, trainiere ruhig schlicht. Eine Einheit könnte so aussehen:

  1. Kniebeugen mit Hanteln
  2. Rudern mit Hanteln
  3. Floor Press
  4. Schulterdrücken
  5. Bizeps-Curls

Mach jede Übung in der empfohlenen Struktur und konzentriere dich darauf, dass jede Wiederholung ähnlich aussieht. Dein Ziel ist nicht Erschöpfung um jeden Preis, sondern Wiederholbarkeit.

Wann du steigern solltest

Viele wollen zu früh mehr Gewicht. Sinnvoller ist diese Reihenfolge:

  • Zuerst wird die Technik stabil
  • Dann werden die Wiederholungen sauber voll
  • Danach steigerst du vorsichtig die Last

Wenn du alle Sätze sauber beendest und noch Reserven hast, kannst du bei der nächsten Einheit etwas erhöhen. Nur leicht. Nicht sprungartig. Dein Körper reagiert besser auf stetige, kontrollierte Belastung als auf Aktionismus.

Für den Schweizer Alltag besonders praktisch

Gerade wenn dein Tagesablauf dicht ist, funktionieren kurze, planbare Einheiten am besten. Zwei feste Termine pro Woche sind oft realistischer als ein überambitionierter Plan, den du nach kurzer Zeit wieder abbrichst.

Merksatz für deinen Fortschritt: Ein einfacher Plan, den du regelmässig machst, schlägt ein perfektes Programm, das nur auf dem Papier existiert.

Wenn du später mehr willst, kannst du Übungen austauschen, einarmige Varianten ergänzen oder das Tempo der Wiederholungen bewusster steuern. Aber zuerst zählt Beständigkeit.

Nach dem Training Regeneration und die richtige Pflege

Ein Training endet nicht mit dem letzten Satz. Der Körper schaltet danach nicht einfach sofort auf Alltag um. Er braucht einen ruhigen Übergang.

Nach dem Training Regeneration und die richtige Pflege

Was direkt nach dem Training sinnvoll ist

Geh ein paar Minuten locker umher, atme ruhig und lass den Puls sinken. Leichte Dehnungen für Beine, Brust, Schultern und Rücken können sich danach angenehm anfühlen, solange du nicht aggressiv in Positionen hineinziehst.

Regeneration ist nicht nur ein sportlicher Begriff. Sie ist Teil deines Wohlbefindens. Wer nach dem Training kurz herunterfährt, duscht und sich bewusst frisch macht, verankert Bewegung viel leichter als positive Routine.

Pflege gehört zum guten Körpergefühl

Gerade nach dem Schwitzen ist Körperpflege mehr als Kosmetik. Sie gehört zu einem sauberen Abschluss. Du fühlst dich wieder klar, entspannt und bereit für den restlichen Tag oder einen ruhigen Abend.

Wenn dich das Thema rund um Ernährung und Erholung interessiert, findest du im Beitrag Protein vor oder nach dem Training eine passende Ergänzung.

Ein gutes Training stärkt nicht nur Muskeln. Es stärkt auch das Gefühl, dich um dich selbst zu kümmern. Und genau dieses Gesamtpaket aus Bewegung, Frische und gepflegtem Auftreten bleibt oft länger hängen als der Muskelkater.

Häufig gestellte Fragen zum Hanteltraining

Mit welchem Gewicht soll ich anfangen

Mit einem Gewicht, das du kontrolliert bewegen kannst. Die letzten Wiederholungen dürfen anstrengend sein, aber deine Haltung soll stabil bleiben. Wenn du Schwung holen musst, ist es zu schwer.

Wie oft soll ich mit Hanteln trainieren

Für die Gesundheit werden mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche empfohlen, wie bereits weiter oben eingeordnet. Für den Einstieg reicht das völlig aus, wenn du regelmässig trainierst.

Brauche ich ausser Hanteln noch etwas

Nicht unbedingt. Sinnvoll sind ein rutschfester Untergrund, bequeme Kleidung und etwas Platz. Eine Trainingsmatte kann angenehm sein, ist aber kein Muss.

Sind Übungen mit Hanteln auch für zu Hause geeignet

Ja. Genau dafür sind sie besonders praktisch. Sie brauchen wenig Platz und lassen sich gut in kurze Einheiten einbauen.

Was ist wichtiger, Gewicht oder Technik

Ganz klar die Technik. Erst wenn du eine Übung sauber beherrschst, lohnt sich die nächste Steigerung.

Soll ich lieber beidseitig oder einarmig trainieren

Beides hat seinen Platz. Beidseitige Übungen geben dir Stabilität und Routine. Einarmige Varianten helfen dir, Unterschiede zwischen rechts und links besser wahrzunehmen und auszugleichen.


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